No more Drama Baby oder Wie du ganz einfach mit Ärger umgehen kannst

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No more Drama Baby oder Wie du ganz einfach mit Ärger umgehen kannst

Wann warst Du das letzte Mal richtig im Drama?

Wenn wir mal ganz ehrlich zu uns selbst sind, geschieht das wohl häufig. Wir sind alle als Drama Queens und Drama Kings unterwegs, regen uns schnell auf. Am Besten über andere, weniger über uns selbst. Darüber, das wir im Stau stehen, der Chef uns mit unsinnigen Tätigkeiten nervt, uns der Bus oder die Bahn vor der Nase wegfährt oder der Partner mal wieder die Zahncremetube offen gelassen hat.

Statistisch gesehen ärgern wir uns zweimal in der Woche richtig stark. So sehr, dass wir uns auch noch nach mehr als einer Stunde darüber aufregen. So richtig im Drama sind. Für unseren Körper bedeutet das Höchstleistungen zu vollbringen. Die Hormone Adrenalin und Noradrenalin sind stark erhöht und sorgen dafür, dass Puls und Blutdruck ansteigen und ebenso der Blutzuckerspiegel. Unser Körper ist bereit. Kämpfen oder flüchten? Vor ein paar hunderttausend Jahren war das auch sehr wichtig. Wenn uns der Säbelzahntiger beim Beerensammeln begegnet ist, hat die Hormonausschüttung unser Leben gerettet. Wir konnten blitzschnell handeln. Entweder angreifen oder ganz schnell wegrennen. Fight or flight.  Aber wofür soll diese Reaktion heute noch sinnvoll sein? Wieso befinden wir uns heute immer wieder im Angriffs- oder Fluchtmodus?

Wissenschaftlich gesehen ist Ärger ein Motor, der uns die Situationen vor Augen hält, die wir verändern wollen. Und das ist doch gut so, oder? Sonst würden wir ja immer in den gleichen Lebenssituationen bleiben und uns nicht verändern. Leider sind wir uns meistens nicht bewusst, worüber wir uns genau ärgern und können dann auch nicht objektiv die Situationen betrachten.

Ich möchte Dir heute drei meiner Strategien vorstellen mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. So kannst du mehr und mehr aus dem Drama aussteigen.

  1. Einfach mal im Ärger bleiben

Ja genau….einfach mal im Ärger bleiben und genau hineinspüren. Welches Gefühl steht hinter dem Ärger? Hilflosigkeit, Einsamkeit, Traurigkeit oder Sehnsucht? Diese Gefühle werden dann in Ärger „eingetauscht“ und das nur, weil wir nicht das eigentliche Gefühl zulassen wollen. Wir haben es auch häufig nicht gelernt zu fühlen. Und dann bleiben nur noch Wut und Ärger. Leider. Je mehr du jedoch das Gefühl hinter dem Ärger spürst, desto eher wirst du dir darüber bewusst, was genau dich an der jeweiligen Situation stört. Ist es wirklich der nervige Chef, oder eher der Job den du kündigen möchtest. Ist es wirklich die verpasste Bahn, oder eher Tatsache, dass du zu spät kommst und damit deinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wirst. Ist es wirklich die offene Zahncremetube, oder eher die Tatsache, dass das Ordnungsbewusstsein deines Partner nicht deinem entspricht. Betrachte einfach mal die Situation und spüre was genau dich stört. Und je häufiger du das tust, desto mehr kannst du diese Energie für dich nutzen um entweder anzusprechen was dich stört, was du erwartest oder auch um selbst etwas zu verändern. Probiere es einfach mal aus!

  1. Einfach mal darüber lachen

Ja wirklich – Humor hilft. Hier werden Endorphine – Glückshormone ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir im Gegensatz zu Ärger und Wut eher Freude und tiefes Glück empfinden. Und nicht nur das, unsere Atmung wird intensiver und wir fühlen uns befreit und entspannt. Am einfachsten geht das bei mir, wenn ich mir vorstelle, wie ich mich selbst aus einem Hubschrauber beobachte. Und dann sehe ich da eine zickige 12 jährige die ganz unbedingt ihren Willen bekommen möchte und sich völlig kindisch verhält. In diesen Momenten muss ich wirklich sehr über mich lachen. Das dauert zwar manchmal einige Minuten aber dann habe ich auch häufig Tränen in den Augen. Schon Werner Finck sagte: „Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen.“ Also….Keep Smiling

  1. Einatmen – Ausatmen – Weiteratmen

Ärger-Kontrolle leicht gemacht! Doch, das funktioniert. Ich atme in Ärgermomenten mehrmals tief ein und wieder aus, und beobachte was mich jetzt ärgert. Was stört mich gerade? Worüber genau ärgere ich mich jetzt wirklich? Häufig muss ich dann feststellen, dass es Kleinigkeiten sind. Dinge die wirklich kaum eine Bedeutung haben. Und dann, löst sich das Gefühl ganz einfach in Luft auf. Also. Auch das einfach mal ausprobieren.

So, und nun viel Erfolg beim Ausprobieren!

Aushalten, lachen und atmen…….

Sei einfach Queen und King ohne Drama!

Über Madeleine (Autorin)

1 Kommentare

  1. Antworten

    Raum für Euch

    / 23. Juni 2017 at 19:26:pm

    Wichtiger Artikel, liebe Madeleine.
    So einfach, so gut! Das empfehlen wir auch allen Paaren.
    Herzliche Grüße, Alexander und Maren

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