Du bist doch verrückt, oder?

Du bist doch verrückt, oder?

Ca. 14.900.000 Ergebnisse in 47 Sekunden habe ich eben zu meiner Wortsuche „Verrückt“ im WWW erhalten. Verrückt, oder? Und es gibt nicht nur Erklärungen zu dem Wort sondern auch Tests die ich durchführen kann, um festzustellen ob ich vielleicht verrückt bin. Auch verrückt. Im Duden finde ich verschiedene Definitionen zum Wort. Salopp bedeutet es „krankhaft wirr im Denken und Handeln“. Umgangssprachlich heißt es hierzu „auf absonderliche, auffällige Weise ungewöhnlich, ausgefallen, überspannt, närrisch“. Aha, da finde sogar ich mich wieder. Und einige Mitmenschen in meiner näheren Umgebung könnte ich damit auch beschreiben. Schade nur, dass diese Definitionen so negativ klingen.

„Ja genau. Ich bin verrückt. Denn ich habe mich dazu entschieden, und zwar vollkommen bewusst mein Leben zu verändern. Und warum? Weil ich glücklich sein möchte. Mit mir. Mit meinem Leben. Mit meinem Job. Mit meinem Körper. Mit meinen Kindern. Mit meinem Mann.“

Doch das ist nicht etwa meine Geschichte. Nein. Das ist die Geschichte einer meiner Damen im Coaching. Nennen wir sie mal Renate. Renate ist 43 Jahre alt, Mutter von zwei fast erwachsener Kinder, sie ist Ehefrau und leitet eine Personalabteilung in einem Hamburger Unternehmen. Und sie ist verrückt. Sagt sie jedenfalls und wohl auch ihr Mann. Ich frage sie, was nun geschehen soll in ihrem Leben.
Naja, sagt sie. So ganz genau wüsste sie das noch nicht. Aber irgendetwas muss sich ändern. So geht es nicht weiter. Sie habe das Gefühl, sie befinden sich im Kreisverkehr und findet nicht die richtige Ausfahrt. Kein Wunder, sagt sie, da sie ja auch nicht wisse wohin ihre Lebensreise gehen soll. Dann lacht sie.

Jetzt mal Hand aufs Herz….Weißt Du denn immer wohin die Lebensreise gehen soll? Kennst Du dein Ziel? Und weißt Du immer genau, was dich glücklich macht? Eher nicht, oder?

Bei Renate ist das auch so. Sie hat sich so lange mit anderen Dingen beschäftigt, dass sie sich selbst aus den Augen verloren hat. In ihrem Job weiß sie immer wo es lang geht. Und als Mutter und Ehefrau auch. Immer ist sie für alle da. Hat Lösungen für Probleme parat und kann schnell Entscheidungen treffen. Alle können sich immer auf sie verlassen. Und dann plötzlich dieses Gefühl. Ein Gefühl von Angst. Angst das kann doch nicht alles gewesen sein. Angst davor die eigenen Träume nicht leben zu können. Angst davor irgendetwas zu bereuen. Ich frage sie nach ihren Träumen, ihren Visionen und danach, was sie glücklich macht.

Und jetzt frage ich Dich. Was sind deine Träume? Was macht dich glücklich? Wann hast Du das letzte Mal darüber nachgedacht? 

Renate kennt ihre Träume und weiß, was sie glücklich macht. Und auch, wenn sie viele für verrückt halten, geht sie jetzt ihren Weg. Denn sie will ein erfülltes Leben leben.

Und Du? Welches Leben willst du leben? 

Schreibe mir, was dich beschäftigt und welches Leben du leben möchtest. Ich freue mich darauf.

Über Madeleine (Autorin)

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